Archiv: Digitale Bibliothek, oder wie vernetzten wir Content und Nutzer – Einladung Workshop 3

Termin: 9.+10. November 2015 in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt a.M. Hier geht es zur Anmeldung.

Zahlreiche bestehende Sammlungen von Contents gelangen bisher nur ungenügend in die Bildungspraxis. Nicht alle können von den Bildungsservern der Länder oder den Bibliotheken der Hochschulen erschlossen werden. Zudem wird die Weiterbearbeitung der Contents durch Nutzer kaum unterstützt. Dies möchten wir, die Teilnehmer von Workshop 3 „Digitale Bibliothek“, ändern:

Ist-Stand und Herausforderungen

  • Es gibt zahlreiche Contentquellen für Bildung. Viele sind nicht bekannt und gelangen nur ungenügend in die Wahrnehmung von Lehrenden und Lernenden.
  • Beispielsweise sammelt die Deutsche Digitale Bibliothek Medien aus Museen und vielen anderen Quellen. Sie bietet über 18 Mio Objekte. Natürlich ist nur eine Teilmenge für unsere Bildungsakteure geeignet – aber wie gelangen diese zum Nutzer und möglichst komfortabel in dessen Autorentool oder Lernplattform?
  • Parallel gibt es zahlreiche weitere Contentquellen: unser Bildungsserver-Netzwerk, Wikimedia, Youtube, das neue OER Repositorium in Berlin. Bisher müssen Lehrende leider sehr viele Angebote durchsuchen, um das Passende zu finden.
  • Außerdem müssen sie runterladen, einbinden, korrekt attributieren, das eigene Werk wieder hochladen, … usw. – viel zu aufwendig für den Bildungsalltag…

Visionen für eine moderne Bildung 2020:

  • Contents aller sinnvoller Quellen werden dezentral von geeigneten Akteuren erschlossen.
    Diese sorgen ihrerseits für Erst-Qualitätssicherung aus Sicht der Sammlungseigentümer (Metadaten, korrekte Lizenzen).
  • Mehr offene Lizenzen und umfängliche Nutzungsmöglichkeiten.
    Sammelnde Stellen sollten für CC-Lizenzen werben und es ermöglichen, dass die Medien von Lehrenden weiterbearbeitet oder zumindest in anderen Materialien eingebunden (mix-up) werden können.
  • Erschlossene Medien gelangen in ein freies, von niemanden dominierten Netzwerk.
    Hier können sich alle Mediendistributionen bedienen, welche die Bildungsorganisationen mit ihrerseits qualitätsgesicherten Medien versorgen. Aber Bildungseinrichtungen und Individuen können sich auch direkt im Netzwerk bedienen.
  • Die Nutzung der Medien sollte komfortabler werden und innerhalb der natürlichen Autoren- und Lehrumgebungen möglich sein.
    Beispielsweise sollten Mediensuchen direkt im Autorenwerkzeug oder der Lernplattform eingebunden werden. Die so aufgefundenen Medien sollten komfortabel in Lernmaterialien / Kursseiten einbindbar sein. Dabei sollten den Lehrenden unnötige Aufwände abgenommen werden, wenn dies automatisch durch IT-Systeme lösbar ist (z.B. die korrekte Attributierung).
  • Die Verwendung von Medien sollte dezentral und zentral auswertbar sein – natürlich angemessen und datengeschützt.
    Auswertbar meint die Erfassung und Weiterleitung von Informationen, z.B.

    • Zählung der Verwendung
    • Erfassung des Verwendungs-Kontextes (verwendet in 5 Mathe-Kursen)
    • Feedback (Kommentare, Bewertungen)

Dadurch können alle beteiligten Feedback erhalten, bspw. Autoren / Urheber zu ihrer Arbeit und alle sammelnden und weiterdistributierenden Stellen.

  • Außerdem sollte ein vernetztes Feedback-System geschaffen werden, welches gewünschte, nicht auffindbare Medien kommuniziert. Wird beispielsweise ein Bild zu einem bestimmten Thema gebraucht, kann dies im Netzwerk gemeldet werden und die sammelnden Stellen können reagieren.

Mögliche operationale Ziele für Projekte in 2016+

  • erarbeiten wir im Workshop – denkbar z.B.
    • Metadatengenerierung
    • Repositorienvernetzung
    • Einbindung von Contents in Lernplattformen und Autorenwerkzeuge
    • Verwendungsdatengenerierung
  • Und wir sprechen darüber, wie wir dies in Projekten umsetzen.

In Workshop 3 arbeiten Experten aus:

  • den Bildungsservern
  • dem neuen OER-Repositorium von Berlin-Brandenburg und
  • IT-Spezialisten für Metadaten, Autorentools und Metadatengenerierung
  • der Gastgeber, die Deutsche Digitale Bibliothek
  • und gern auch Sie, melden Sie sich an: www.bildung2020.net

Stephan Bartholmei und Annett Zobel

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Veröffentlicht von

bildung2020

Gemeinsame Initiative der - Open-Source Business ALLIANCE - des edu-sharing NETWORKS und - der Deutschen Digitalen Bibliothek

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