Archiv: Bildungscloud – Einladung Workshop 1

Termin: 9.+10. November 2015 in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt a.M. Hier geht es zur Anmeldung.

Digital Natives suchen sich im Internet das passende Werkzeug für die jeweilige Aufgabe. Dropbox für Filesharing, Flickr/Picasa für Fotosammlungen, Prezi zum Präsentieren, …  Auch im Bildungsbereich werden künftig geschützte Cloud-Infrastrukturen Tools, Contents und Vorlagen komfortabler anbieten als dies heute mit klassischen Lernplattformen denkbar ist. Auf Basis welcher Standards und Technologien lässt sich eine Bildungs-Cloud aufbauen? Wie können auch kleine Anbieter ihre Werkzeuge, Contents und Services einbringen?

Diesen Fragen stellen sich die Teilnehmer von Workshop 1 – Bildungscloud.

Moderatoren und Teilnehmer kommen aus

  • der Open Source Business ALLIANCE
  • dem edu-sharing NETWORK
  • der Logineo NRW Schulcloud
  • dem Bündnis für Bildung
  • der Universität Hamburg / hamburg open online university
  • der FernUniversität in Hagen

Ideen, Informationen und Dokumente zur Workshopvorbereitung:

Hier finden Sie später auch die Workshopergebnisse.

Moderatoren: Tina Buhr und Frank Thomschke

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Archiv: Digitale Bibliothek, oder wie vernetzten wir Content und Nutzer – Einladung Workshop 3

Termin: 9.+10. November 2015 in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt a.M. Hier geht es zur Anmeldung.

Zahlreiche bestehende Sammlungen von Contents gelangen bisher nur ungenügend in die Bildungspraxis. Nicht alle können von den Bildungsservern der Länder oder den Bibliotheken der Hochschulen erschlossen werden. Zudem wird die Weiterbearbeitung der Contents durch Nutzer kaum unterstützt. Dies möchten wir, die Teilnehmer von Workshop 3 „Digitale Bibliothek“, ändern:

Ist-Stand und Herausforderungen

  • Es gibt zahlreiche Contentquellen für Bildung. Viele sind nicht bekannt und gelangen nur ungenügend in die Wahrnehmung von Lehrenden und Lernenden.
  • Beispielsweise sammelt die Deutsche Digitale Bibliothek Medien aus Museen und vielen anderen Quellen. Sie bietet über 18 Mio Objekte. Natürlich ist nur eine Teilmenge für unsere Bildungsakteure geeignet – aber wie gelangen diese zum Nutzer und möglichst komfortabel in dessen Autorentool oder Lernplattform?
  • Parallel gibt es zahlreiche weitere Contentquellen: unser Bildungsserver-Netzwerk, Wikimedia, Youtube, das neue OER Repositorium in Berlin. Bisher müssen Lehrende leider sehr viele Angebote durchsuchen, um das Passende zu finden.
  • Außerdem müssen sie runterladen, einbinden, korrekt attributieren, das eigene Werk wieder hochladen, … usw. – viel zu aufwendig für den Bildungsalltag…

Visionen für eine moderne Bildung 2020:

  • Contents aller sinnvoller Quellen werden dezentral von geeigneten Akteuren erschlossen.
    Diese sorgen ihrerseits für Erst-Qualitätssicherung aus Sicht der Sammlungseigentümer (Metadaten, korrekte Lizenzen).
  • Mehr offene Lizenzen und umfängliche Nutzungsmöglichkeiten.
    Sammelnde Stellen sollten für CC-Lizenzen werben und es ermöglichen, dass die Medien von Lehrenden weiterbearbeitet oder zumindest in anderen Materialien eingebunden (mix-up) werden können.
  • Erschlossene Medien gelangen in ein freies, von niemanden dominierten Netzwerk.
    Hier können sich alle Mediendistributionen bedienen, welche die Bildungsorganisationen mit ihrerseits qualitätsgesicherten Medien versorgen. Aber Bildungseinrichtungen und Individuen können sich auch direkt im Netzwerk bedienen.
  • Die Nutzung der Medien sollte komfortabler werden und innerhalb der natürlichen Autoren- und Lehrumgebungen möglich sein.
    Beispielsweise sollten Mediensuchen direkt im Autorenwerkzeug oder der Lernplattform eingebunden werden. Die so aufgefundenen Medien sollten komfortabel in Lernmaterialien / Kursseiten einbindbar sein. Dabei sollten den Lehrenden unnötige Aufwände abgenommen werden, wenn dies automatisch durch IT-Systeme lösbar ist (z.B. die korrekte Attributierung).
  • Die Verwendung von Medien sollte dezentral und zentral auswertbar sein – natürlich angemessen und datengeschützt.
    Auswertbar meint die Erfassung und Weiterleitung von Informationen, z.B.

    • Zählung der Verwendung
    • Erfassung des Verwendungs-Kontextes (verwendet in 5 Mathe-Kursen)
    • Feedback (Kommentare, Bewertungen)

Dadurch können alle beteiligten Feedback erhalten, bspw. Autoren / Urheber zu ihrer Arbeit und alle sammelnden und weiterdistributierenden Stellen.

  • Außerdem sollte ein vernetztes Feedback-System geschaffen werden, welches gewünschte, nicht auffindbare Medien kommuniziert. Wird beispielsweise ein Bild zu einem bestimmten Thema gebraucht, kann dies im Netzwerk gemeldet werden und die sammelnden Stellen können reagieren.

Mögliche operationale Ziele für Projekte in 2016+

  • erarbeiten wir im Workshop – denkbar z.B.
    • Metadatengenerierung
    • Repositorienvernetzung
    • Einbindung von Contents in Lernplattformen und Autorenwerkzeuge
    • Verwendungsdatengenerierung
  • Und wir sprechen darüber, wie wir dies in Projekten umsetzen.

In Workshop 3 arbeiten Experten aus:

  • den Bildungsservern
  • dem neuen OER-Repositorium von Berlin-Brandenburg und
  • IT-Spezialisten für Metadaten, Autorentools und Metadatengenerierung
  • der Gastgeber, die Deutsche Digitale Bibliothek
  • und gern auch Sie, melden Sie sich an: www.bildung2020.net

Stephan Bartholmei und Annett Zobel

Archiv: Einladung zum Workshop „Didaktik in der Cloud?“

Am 9.+10. November 2015 trafen sich zum Workshop #Bildung2020 Lehrende, Schüler und weitere Bildungsexperten in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt a.M.

Wir entwickelten Konzepte für open-source Technologien, die das Teilen von Contents und didaktischen Erfahrungen in einer geschützten Bildungscloud unterstützen. Durch Förderung der Robert Bosch Stiftung und unserer edu-sharing-NETWORK-Mitglieder können wir diese Konzepte weiterentwickeln und in 2016 umsetzen.

Ein 2. Konzeptworkshop wird im Rahmen der OERde16 folgen. Anschließend beginnt die Implementierung in Hackathons.

Derzeit vernetzen wir weitere Partner, die an ähnlichen und ergänzenden Ideen und Werkzeugen arbeiten. Als NETWORK bündeln wir die Ressourcen von open-source-Partnern, damit entstehende Softwaretools später zusammenpassen und unnötige Doppelaufwände vermieden werden.

Ergebnisse des Workshops:

Wir fragten die Teilnehmer:

Wann teilen Lehrende ihre Inhalte & didaktischen Vorlagen?

Lehrende teilen eher, wenn

  • keine juristischen Probleme zu befürchten sind
  • kein Zusatzaufwand entsteht oder die Onlinearbeitsumgebung sogar Aufwände einspart
  • genutzte Materialien modular und anpassbar sind
  • man nicht nur etwas gibt, sondern auch Gutes zurückbekommt
  • kein unschönes Feedback zu erwarten ist
  • man im 1. Schritt mit bekannten Kollegen teilen und rundschleifen kann, bevor man es veröffentlicht
  • man Hilfe von einer Redaktion erhält (z.B. Qualitäts- und Nutzungsrechte-Check)
  • die Arbeitsumgebung komfortabel und leicht bedienbar ist
  • transparent ist, wie oft und in welchen Kontexten die eigenen Materialien verwendet werden
  • man Ideen und Feedback mit anderen Nutzern austauschen kann
  • das Teilen die eigene Reputation und Karriere fördert

2. Tools flexibel aus der Cloud – aber wo bleibt die Didaktik?

In einer Bildungscloud würden Lehrende für den aktuellen Kurs oder die Lehrsituation das gewünschte Werkzeug wählen, z.B.

  • eine Kursumgebung aus der gewünschten Lernplattform (d.h. man könnte die Plattform je Kurs wählen)
  • ein Kommunikationswerkzeug für die Unterstützung von Heimarbeitsphasen
  • oder ein SMS Voting für das Beleben einer Präsenzveranstaltung

Doch die durch eine Bildungscloud entstehende Toolvielfalt macht noch keine gute Didaktik.

  • Wie können wir unsere Lehrenden in einer Bildungscloud unterstützen, geeignete Tools richtig einzusetzen?
  • Wie können Assistenz- oder Unterstützungswerkzeuge helfen?

3. Wie geht es nach dem Workshop weiter?

  • In einem zweiten Workshop werden aus Ideen und Anforderungen konkrete Entwürfe.
  • Es folgen Hackathons mit Entwicklern aus unserem edu-sharing Netzwerk. Hier setzen wir ausgewählte Entwürfe als open-source Funktionalitäten um.
  • Die neuen Funktionen werden später open-source veröffentlicht und natürlich den edu-sharing Instanzen in unserem Netzwerk zur Verfügung gestellt, z.B.:
    • Schulcloud des Landes NRW (Logineo)
    • OER Repositorium Berlin-Brandenburg
    • edu-sharing Instanz von Luxemburg

Teilnahme am Workshop 2 „Didaktik in der Cloud“

Wir laden wir weitere Expertinnen und Experten aus den Bereichen Pädagogik und Medien ein (Einladung anfordern: zobel@edu-sharing.net). Auf dieser Blog-Seite sammeln wir vor und während des Workshops Informationen und Materialien der Workshopteilnehmer. Folgen Sie uns, denken Sie mit, machen Sie Vorschläge und kommentieren Sie unten:

Quellennachweis zum Bild: "Technology Use" by Denise Krebs, Lizenz CC-BY-2.0

Kurzfilmwettbewerb für Schüler und Studierende „Wie sieht Schule/Hochschule im Jahr 2020 aus?“

Bild:

Die Open Source Business Alliance lud Schüler und Studenten ein, sich am bundesweiten Videowettbewerb der initiative Bildung 2020 zu beteiligen. Das Motto: „Wie sieht die Schule im Jahr 2020 aus?“. Nach der Preisverleihung am 9. November 2015 startet die nächste  Wettbewerbsrunde: http://www.osb-alliance.de/videowettbewerb

Schüler und Studenten sind aufgefordert ihre Ideen für das lernen im digitalen Zeitalter auf Video festzuhalten und für den Wettbewerb einzureichen. Die Schülervideos wurden von einer unabhängigen Jury der OSB gesichtet und bewertet.

Die Initiative Bildung 2020 ist ein Konsortium aus der

  • Open Source Business Alliance,
  • dem edu-sharing NETWORK und
  • der Deutschen Digitalen Bibliothek.
Bildreferenz: "What do you want to CREATE Tody" by Wesley Fryer , CC-BY

Goodbye old LMS – Hello educational Cloud…

Lernmanagementsysteme (LMS) bieten seit vielen Jahren E-Learning-Funktionen als fertig geschnürtes Paket, z.B.

  • Anlegen und Einschreiben in Kurse
  • Hochladen oder Erstellen von Lernmaterialien
  • Verteilung von Aufgaben und Einsammeln der Abgaben
  • Gestaltung des Kursablaufs nach Lehrthemen oder Zeitlichen Blöcken
  • und natürlich Werkzeuge zum Lernen, Kommunizieren und Arbeiten – z.B. Wikis, Forum, synchrone Kommunikation usw.
  • Verfolgung oder Bewerten von Lernleistungen

Inzwischen entstanden für viele dieser Funktionen leistungsfähigere, spezialisiertere Werkzeuge, z.B.:

  • Das Anlegen von Kursen und das Einschreiben von Teilnehmern ist Hoheitsgebiet Campus-Management- oder Schulverwaltungs-Systemen. Studierende sind hier mit ihren Vorleistungen bekannt und Einschreiberegularien sind hinterlegt.
  • Für das Verwalten von Dateien existieren moderne Cloud-Speichersysteme, die sich gut in E-Learning-Lösungen integrieren lassen und wesentlich komfortablere Funktionen bieten als ein Dateimanagement im LMS.
  • Viele komfortable Lernmaterial-Editoren unterstützen Lehrende bei der Erstellung von Präsentationen, Tests und Medien. Vernetzt man Autorensysteme und Lernplattformen über ein E-Learning-Cloud-Speichersystem, können Contents zentral verwaltet und überall genutzt werden.
  • Und die spezialisierten Werkzeuge zum Lernen, Kommunizieren und Arbeiten sind häufig wesentlich leistungsstärker und komfortabler als LMS-interne Werkzeuge.
  • Auch für die Bewertung und Verfolgung von Lernleistungen existieren spezialisierte Werkzeuge – Stichworte: „Learner Tracking“ und „Learning Analytics“

Kooperation in einer föderierten, sicheren Bildungscloud ist die beste Chance, unseren Lehrenden und Lernenden modernste Werkzeuge zum Lehren, Lernen und Arbeiten zur Verfügung zu stellen:
Bildungs-IT-Lösungen der Zukunft sollten die besten, spezialisierten Tools bündeln. Ein modernes, vielfältiges Tool-Portfolio ist nur durch organisations-übergreifende Kooperation, z.B. auf Landes- oder Verbundebene finanzierbar. So kann sich jede Bildungseinrichtung  sich auf die Bereitstellung von wenigen, exzellenten Services spezialisieren und diese für die Partner anbieten. Im Gegenzug kann man die Services der Partner nutzen…

Daher engagiert sich das edu-sharing NETWORK mit seinen Mitgliedern und Partnern für organisationsübergreifende Vernetzungsaktivitäten und für den Aufbau von Cloud-Infrastrukturen. Dafür stellen wir open-source Technologien zur Verfügung und organisieren die Kooperation zwischen Partnern.

Matthias Hupfer, edu-sharing Chefentwickler
Frank Thomschke, Cloud-Infrastrukturexperte bei metaVentis (Herausgeber der edu-sharing open-source Software)